Tag der offenen Tür der ARGE WM-SOG
Am 30. 01. 2026 lud die Arbeitsgemeinschaft der ARGE Weilheim Schongau zum Tag der offenen Tür
im Büro an der Angerkapellenstraße 5 in Weilheim ein.
Die Vorstandschaft wollte ihre Räumlichkeiten und die Aktivitäten der ARGE in persönlichen Gesprächen mit den Gästen vorstellen.
Mit extra erstellten Pinwänden und einer gelungenen Präsentation, sollten die umfangreichen Aktivitäten der über 300 Mitgliedern dargestellt werden. Die Organisatorinnen luden die Politiker des Landkreises und auch Vertreter der vielen anderen Selbsthilfegruppen sowie die lokal Presse ein. Leider war die Resonanz der eingeladenen Gäste sehr ernüchternd. Lediglich Herr Bürgermeister Ostenrieder aus Peiting und Herr Felix Henkel als Bürgermeisterkandidat von Weilheim gaben uns die Ehre.
Frau Karafilloudi , die seit Oktober 2025 das Amt der 2. Vorsitzende der ARGE übernommen hatte, begrüßte die beiden Herren und die 20 weiteren Besucher mit herzlichen Worten und entschuldigte unsere 1. Vorsitzende Frau Gabi Schmidt, die gesundheitlich verhindert war. Unser Kassier Herr Jörg Hentschke und unsere Leitung der Fibrogruppe, Frau Elfi Lambert konnten aus privaten Gründen leider nicht teilnehmen.
Frau Claudia Pütz als Leiterin der „jungen Rheumatiker“ sowie unsere Schriftführerin Frau Ulrike Förster und Toni Boos waren sehr bemüht, damit die Gäste sich wohlfühlten und vom umfangreichen Angebot, sei es das Infomaterial oder die kulinarischen Angebote regen Gebrauch machen konnten.
Frau Karafilloudi übergab anschließend das Wort an Frau Gillian Pal, welche die Entstehung der Arbeitsgemeinschaft erläuterte. Mit ihrem umfangreichen Wissensschatz aus der langen Zeit als 1.Vorsitzende wusste sie die Zuhörer zu fesseln. Sie stellte anfangs die Deutsche Rheumaliga mit ihren Landesverbänden vor.
Als größte deutsche Selbsthilfeorganisation im Gesundheitsbereich informiert und berät die Deutsche Rheuma-Liga seit über 50 Jahren Betroffene unabhängig und frei von kommerziellen Interessen. Der Verband mit rund 260.000 Mitgliedern tritt für die Interessen rheumakranker Menschen in der Gesundheits- und Sozialpolitik ein. Die Landesverbände haben soziale Treffpunkte ins Leben gerufen – darunter Selbsthilfegruppen, Arbeitsgemeinschaften, Elternkreise und Treffen für junge Menschen mit Rheuma. Betroffene tauschen Erfahrungen aus und unterstützen sich gegenseitig im Alltag.
Frau Pal erzählte von den Anfängen unserer Arbeitsgemeinschaft, die 2006 von Marion Gebhardt aus der Taufe gehoben wurde. Damals zählte die ARGE 120 Mitglieder die in 7 Funktionsgruppen betreut wurden. Die Mitgliederzahl wuchs in den nächsten Jahren kontinuierlich an sodass die Verwaltung in den privaten Räumen der Vorstände nicht mehr gestemmt werden konnte. Es war also notwendig ein Büro zu organisieren in dem die Arbeiten der Vorstände und der vielen ehrenamtlichen Helfer bewältigt werden konnten. Dank vieler Spenden von Stadt, Firmen und öffentlichen Institutionen gelang es, das jetzige Büro zu mieten, in dem auch immer wieder Veranstaltungen durchgeführt werden.
Neben Treffen der einzelnen Funktionsgruppen werden auch regelmäßig Vortragsreihen von Ärzten, Apothekern und selbstständig tätigen Therapeuten zu gesundheitlichen Themen durchgeführt, die vor allem das Thema Rheuma und dessen weites Spektrum behandeln. Mit Stolz können wir auch regelmäßige Ausstellungen von einheimischen Künstlern ausstellen, welche bei diversen Vernissagen ihre Werke vorstellen. Auch Lesungen, und Kinovorstellungen auf unserer Leinwand werden gerne angenommen.
Ein Highlight ist unser gepflegte Bücherei mit Gesundheitsthemen von namhaften Autoren, die man gerne ausleihen kann.
Das wichtigste erklärte Frau Pal, sind aber für uns alle die 3 B`s.
Bewegung:
von 14 Funktionsgruppen, die in Studios und Bädern im Landkreis von hervorragend ausgebildeten Therapeutinnen betreut werden. Wo auch die ehrenamtlichen Gruppenleiterinnen eine wichtige Funktion haben, denn sie sorgen dafür dass die Trainingseinheiten immer problemlos funktionieren, sie betreuen die Teilnehmer bei allen Fragen, sich immer wieder mal ergeben und sind außerdem ein wichtiges Bindeglied zwischen Therapeuten, Mitgliedern und der Vorstandschaft.
Beratung:
einmal im Monat werden von fünf extra ausgebildeten Beraterinnen im Büro in Weilheim und alle zwei Monate in einem, von der AOK zur Verfügung gestellten, Büro in Schongau hilfesuchende Menschen mit rheumatischen Problemen betreut. Die Beratung erfolgt auf Wunsch auch in separaten Einzelgesprächen.
Begegnung:
wie oben schon beschrieben werden die Vorträge ergänzt durch Workshops, Ausflüge und allerlei Aktivitäten in denen sich auch Mitglieder mit eigenen Ideen und Vorschlägen einbringen. Das Tagesprogramm ist regelmäßig im Büro ausgehängt.
Sehr empfehlenswert ist dabei unsere toll geführte Homepage von Heidi Zerle in der zum Beispiel seit 2019 die Aktivitäten alle Jahre chronologisch mit Bildern und Berichten dargestellt werden. Auch sämtliche Termine und die Ansprechpartner*innen kann man ersehen. Alles was eine moderne Homepage ausmacht, ist dort zu finden.
Auch die Seiten der DRL und des Landesverband Bayern sind sehr informativ und enthalten wissenswertes über das weit gefächerte Thema Rheuma.
Gillian Pal sprach auch die Problematik unserer Selbsthilfegruppe an, die ja vollständig aus Mitgliedern besteht, die mehr oder weniger mit starken Einschränkungen in ihrem Lebensalltag leben müssen. Dabei hört man sehr oft in der Öffentlichkeit und auch im privaten Umfeld Sätze wie “du siehst doch gut aus, dir kann doch nichts fehlen“. Der erste Satz ist noch schmeichelhaft, doch danach müsste man sich viel Zeit nehmen um den Leuten zu erklären, dass es in Wirklichkeit ganz anders aussieht.
Frau Pal bedankte sich bei den Gästen fürs kommen und wünschte einen informativen und entspannten Nachmittag.
Es gab also reichlich Gesprächsstoff in den 4 Stunden, Herr Ostenrieder und Herr Henkel nahmen sich erfreulicher Weise sehr viel Zeit um sich von den Mitgliedern und den Vorstandsdamen informieren zu lassen. In intensiven Diskussionen mit den weiteren Gästen und den beiden Herren kamen auch aktuelle Themen der Kommunalpolitik nicht zu kurz. Man erfuhr zwischendurch auch manche Anekdote, auch der Spaß kam dabei nicht zu kurz.
An einer Pinnwand konnten sich die Besucher über unsere Therapeutinnen und ihre Ausbildung informieren und bei einer Videopräsentation sah man auch eindrucksvoll wie sich z.B. in den Studios und in den Bädern in Weilheim, Peißenberg, Peiting und Schongau die Betreuung durch die Therapeuten abspielt.Es war erstaunlich wie viel Interesse uns von allen Besuchern entgegengebracht wurde, so dass die Leckereien, die von unseren Mitgliedern liebevoll hergerichtet wurden, anfangs sogar hinten-anstehen mussten, deren Lob dafür kam aber sogleich nach den ersten Bissen.
Toni Boos – Pressesprecher
ARGE Jahreseinklang am 24.01.2026
Zu Jahresbeginn luden unsere Mitglieder vom Altlandkreis zu ihrem Jahresessen in den Dragoner in Peiting ein. Das ist inzwischen schon eine schöne Tradition, an der sich auch heuer wieder vierunddreißig gut gelaunte Mitglieder versammelten.Auch Gillian lies es sich nehmen dieser fröhlichen Runde beizuwohnen.
Alsbald tischten die fleißigen Bedienungen Getränke und leckere Speisen auf und es wurde fleißig zugelangt. Es entwickelte sich gleich die gewohnte fröhliche Stimmung und auch auch eine gewisse Spannungshaltung. Denn auf der Einladung stand , dass es eine „Überraschung“ geben würde. Über Seiltänzer und Gesangseinlagen oder Männergruppen in Baströckchen wurde eifrig spekuliert. Und tatsächlich, ganz so abwegig waren die Gedanken gar nicht. Denn zur aller Freude hatte Petra Walter eine gute Freundin organisiert, die uns einen Kabarettbeitrag vom allerfeinsten präsentierte. Alexandra Stiglmeier, schreibt Bücher, und ist auch bei der Peitinger Theaterbühne präsent. Mit ihrem Kabarett steht sie seit 2012 auf Bayerischen Bühnen und Wirtshäusern. Ihre Pointen und ihr Dialekt brachte die Leute ein ums andermal zum Lachen. Die Leute waren so begeistert und forderten mit lautem Beifall sogar noch eine Zugabe. Diese Lachsalven, so der einstimmige Tenor, helfen genau soviel wie Tabletten.
Atha lies dann noch ein neues Spendenschweinchen umhergehen das auch fleißig gefüttert wurde. An diversen Desserts wurde noch eifrig zugelangt denn nach soviel Lachsalven durfte dies nicht fehlen.
Bei vielen Gesprächen und guten Wünschen an die Mitglieder die sich nach und nach verabschiedeten neigte sich der Abend langsam dem Ende zu.
Vielen herzlichen Dank an Petra, Atha Gisela und Elke für die Organisation des tollen Abends!
Toni Boos – Pressesprecher
